Author Topic: Der logische Beweis für die Existenz Gottes  (Read 1549 times)

Sayfullah

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Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen. O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.
Allâhu Ta^âlâ sagt in den Âyât 190 und 191 der Sûrah Âl ^Imrân:

﴿إِنَّ فِي خَلْقِ السَّمَاوَاتِ وَالأَرْضِ وَاخْتِلَافِ اللَّيْلِ وَالنَّهَارِ لَآيَاتٍ لِأُولِي الْأَلْبَابِ (190) الَّذِينَ يَذْكُرُونَ اللهَ قِيَامًا وَقُعُودًا وَعَلَى جُنُوبِهِمْ وَيَتَفَكَّرُونَ فِي خَلْقِ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ رَبَّنَا مَا خَلَقْتَ هَذَا بَاطِلًا سُبْحَانَكَ فَقِنَا عَذَابَ النَّارِ (191)﴾

Die Bedeutung lautet: Wahrlich, in der Verschiedenheit zwischen Himmel und Erde und der Unterschiedlichkeit zwischen Nacht und Tag befinden sich deutliche Beweise (für die Existenz Gottes) für diejenigen, die mit ihrem gesunden Verstand nachdenken; diejenigen, die Allâh im Stehen, im Sitzen und im Liegen lobpreisen und über die Geschöpfe, die sich im Himmel und auf der Erde befinden, nachdenken und sagen: „O unser Gott, Du hast diese Schöpfung nicht ohne Weisheit erschaffen. Erhaben bist Du, bitte beschütze uns vor der Bestrafung im Höllenfeuer.“
Wer die Geschöpfe Gottes betrachtet, sie sich anschaut und darüber nachdenkt, erkennt mit seinem Verstand, dass Gott, der Erhabene, existiert sowie dass Gott einzig, allmächtig und wollend ist. Verehrte Brüder im Islam, wir sind verpflichtet darüber nachzudenken, denn Ibn Hibbân überlieferte in seinem Sahîh, dass der Gesandte Gottes ﷺ , hinsichtlich der soeben erwähnten Âyah, sagte:

ويلٌ لِمَنْ قَرَأَها ولم يَتَفَكَّر فيها

Die Bedeutung lautet: Wehe demjenigen, der sie liest und nicht über ihre Bedeutung nachdenkt.
Das Nachdenken über die Geschöpfe Gottes führt zur Erkenntnis der Existenz eines einzigen Schöpfers. Die Gelehrten von Ahlu s-Sunnah haben darauf hingewiesen, dass jeder Verantwortliche verpflichtet ist, den allgemeinen Beweis über die Existenz Gottes im Herzen zu haben. Brüder im Islam, jeder von uns weiß selbst, dass er mal nicht existiert hat und daraufhin erschaffen und in die Existenz hervorgebracht wurde. Wer so ist, ist unbedingt auf Denjenigen angewiesen, der ihn in die Existenz hervorbrachte, denn der gesunde Verstand weist darauf hin, dass derjenige, der von der Nichtexistenz in die Existenz eingetreten ist, auf einen Schöpfer angewiesen ist und Derjenige, Der aus der Nichtexistenz in die Existenz hervorbringt, ist Allâh, der Erhabene.


Das Universum verändert sich von Zustand zu Zustand, wie der Wind; mal weht er und mal weht er nicht, mal ist er warm und mal ist er kühl. Eine Pflanze blüht auf und die andere verwelkt. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen unter; zu Mitte des Tages ist sie weiß und gegen Ende des Tages ist sie gelb. Diese ganzen Veränderungen deuten darauf, dass alle diese Dinge Geschöpfe sind und von Jemandem verändert und von einem Zustand in einen anderen Zustand versetzt werden. Diese Dinge sind nur einige Bestandteile des gesamten Universums; das gesamte Universum ist ein Geschöpf und ist auf Denjenigen angewiesen, Der es erschuf und dieser ist Allâh, der Erhabene.
Wenn ein Verleugner Gottes sagen sollte: „Wir sehen Gott nicht, warum sollten wir dann an Ihn glauben?“ Dann antwortet man darauf wie folgt. Brüder im Islam, achtet auf die Antwort! Man sagt zu ihm: „Auch wenn du Gott nicht siehst, so sind die Spuren Seines Tuns zahlreich, denn die Existenz des gesamten Universums ist ein Beweis für die Existenz Gottes. Denn so wie die Schrift unbedingt eines Schreibers bedarf und das Gebäude unbedingt eines Erbauers, so bedarf das Universum unbedingt eines Schöpfers, Der es erschaffen und in die Existenz hervorgebracht hat. Dass du diesen Schöpfer aber nicht siehst, bedeutet nicht, dass Er nicht existiert, denn wie viele Dinge gibt es, an die du glaubst, obwohl du sie nicht siehst, wie deinen Verstand, deine Seele, deinen Schmerz und deine Freude?“


Es wurde überliefert, dass einige der Verleugner Gottes den Gelehrten Abû Hânifah angriffen, um ihn zu töten, weil er ihre Glaubensweisen widerlegte und ihre Abweichung aufzeigte. Dann sagte er zu ihnen: „Antwortet mir auf eine Frage und dann macht, was ihr wollt.“ Sie sagten zu ihm: „Sprich!“ Er sagte: „Was würdet ihr sagen, wenn jemand zu euch sagen würde: Ich sah ein schwer beladenes Schiff, das auf hoher See von riesigen Wellen und heftigen Stürmen heimgesucht wurde, aber trotzdem ruhig auf dem Wasser fuhr und es war ohne einen Schiffsführer, der es steuerte. Akzeptiert dies der Verstand?“ Sie sagten: „Nein, das ist etwas, was der Verstand nicht akzeptiert.“ Abû Hanîfah sagte dann: „Erhaben ist Allâh! Wenn es verstandesgemäß unmöglich ist, dass ein Schiff ohne Schiffsführer fährt und gesteuert wird, wie könnte es dann möglich sein, dass die Welt samt ihrer Unterschiedlichkeit und Veränderungen und Verschiedenheit ihrer Bestandteile ohne einen Schöpfer und Schützer existiert!?“ Seine Angreifer weinten dann und sagten: „Du hast Recht.“ Sie weinten, senkten ihre Schwerter und bekehrten sich zum Islam.
Allâhu Ta^âlâ sagt in der Âyâh 4 der Sûrah ar-Ra^d:

﴿وَفِي الْأَرْضِ قِطَعٌ مُتَجَاوِرَاتٌ وَجَنَّاتٌ مِنْ أَعْنَابٍ وَزَرْعٌ وَنَخِيلٌ صِنْوَانٌ وَغَيْرُ صِنْوَانٍ يُسْقَى بِمَاءٍ وَاحِدٍ وَنُفَضِّلُ بَعْضَهَا عَلَى بَعْضٍ فِي الْأُكُلِ إِنَّ فِي ذَلِكَ لَآيَاتٍ لِقَوْمٍ يَعْقِلُونَ﴾

Die Bedeutung lautet: Und auf der Erde gibt es dicht aneinander liegende Landstriche und Felder bestehend aus Traubenstöcken, Getreidefeldern sowie ein- und zweistämmige Dattelpalmen, die mit demselben Wasser bewässert werden und trotzdem ist die eine Frucht vorzüglicher zum Essen als die andere; dies sind deutliche Beweise für die Existenz des Schöpfers für diejenigen, die mit ihrem gesunden Verstand nachdenken.


Bruder im Islam, denke über ein Stück Erde nach, das mit demselben Wasser bewässert wird und mit der Sonne gleichmäßig versorgt wird und trotzdem sind die Früchte, die darauf entstehen, unterschiedlich in Geschmack, Farbe, Aussehen, Geruch, Nutzen und Besonderheit, obwohl sie auf demselben Stück Erde wachsen und mit demselben Wasser bewässert werden. Dies bedeutet, dass die Körper durch das Tun eines Allmächtigen, Wollenden und Allwissenden in die Existenz eintreten. So ähnlich hat auch der Imâm asch-Schâfi^iyy argumentiert. Es wurde überliefert, dass er sagte: „Der Geruch, der Geschmack und die Farbe der Maulbeerbaumblätter ist identisch. Das Reh frisst davon und erzeugt Moschus; die Raupe frisst davon und erzeugt Seide; das Kamel frisst davon und erzeugt Kamelmist; und die Ziege frisst davon und erzeugt Milch.“ Ein Beduine wurde darüber gefragt und sagte dann: „Kamelmist deutet auf das Kamel und die Spuren der Schritte deuten auf das Laufen, somit deutet das Universum auf die Existenz des allwissenden Schöpfers.“
Wer mit gesundem Verstand über die Geschöpfe Gottes nachdenkt, erkennt, dass der Schöpfer der Geschöpfe den Geschöpfen in keiner Weise ähnelt.


Wenn der Schöpfer des Universums den Geschöpfen in irgendeiner Weise ähnlich wäre, dann wäre auch in Bezug auf Ihn das möglich, was in Bezug auf das Universum möglich ist; hinsichtlich der Existenz nach der Nichtexistenz und der Bedürftigkeit und Veränderung, denn wenn Einiges einander ähnelt, dann ist in Bezug auf diese Sache auch das möglich, was für die andere Sache möglich ist. Dies würde bedeuten, dass Allâh auf jemanden angewiesen wäre, der Ihn in die Existenz hervorbrächte, denn derjenige, der in die Existenz hervorgebracht wird, ist auf denjenigen angewiesen, der ihn in die Existenz hervorbrachte und ihm das Aussehen und die entsprechenden Eigenschaften gab. Und derjenige, der sich von einem Zustand in den nächsten Zustand verändert, ist auf denjenigen angewiesen, der ihn von Zustand zu Zustand verändert. Auch derjenige, der sich an einem Ort und in einer Richtung befindet, ist unbedingt ein Körper und auf denjenigen angewiesen, der für ihn die Maße seines Körpers – Länge, Breite und Tiefe – bestimmte. Diese Schlussfolgerung ist deutlich für jeden, der einen gesunden Verstand besitzt und Allâh ist über dies alles erhaben, denn wenn Er bedürftig wäre, dann wäre er ein Geschöpf und nicht der anfangslose Gott. Möge Allâh euch und mir die Standhaftigkeit bescheren.
The End has Begun!

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